Ich wurde am heutigen Dienstag um eine kurze Stellungnahme gebeten. Die Aachener Nachrichten fragte dazu an. Mein kurzes Statement lautete wie folgt:
Avantis zeigt einmal mehr wie große Projekte in der Politik kalkuliert, entschieden und gemanagt werden. Schlecht bis gar nicht. Erfolg gibt es viel zu oft nur zufällig. Ich frage mich wie man als ernstzunehmender Gesellschafter fast elf Jahre lang den „Verkaufserfolgen“ hier: Verkauf von gerademal 3,2 % (!) der Gesamtfläche praktisch tatenlos zuschauen kann. Das dann auch noch mit dem Geld des Unternehmens gezockt wird rundet das Bild ab (Zinsderivate).
Es wird auch kaum diskutiert was da schiefgelaufen ist. Die Hauptsorge der Stadt ist scheinbar: wie kann ich ein weiteres Risiko, wie zum Beispiel eine Bürgschaft für eine Fußball GmbH, neutral und ohne Risiko-Rückstellungen im Haushalt verstecken.
Das Kind liegt aber bereits tief im Brunnen. Wir benötigen umfangreiche Änderungen bei der Vermarktung. Für die jetzige Situation wäre ich für den Buy-Out des Bankkredits. Das Avantis Management muss ersetzt werden. Die Stadt muss ihre Verantwortung als Gesellschafter dauerhaft und nachprüfbar wahrnehmen.
Weitere Informationen
Avantis am Abgrund 24 Mio. EUR Schulden – AZ 05.11.2011
Avantis 6,75 Mio. EUR teure Lösung – AN 08.11.2011
Rettung von Avantis: Gewährt die Stadt Kredit? – AZ 08.11.2011
Update 09.11.2011
Mehrheit für Avantis zeichnet sich ab – AN 09.11.2011
Artikelbild: CC by SA 2.0 by Tilo2007 Flickr
